Gastfamilie - ein ganz persönlicher Erfahrungsbericht
Ich hatte mich auf einem Elternabend im September als Gastmutter der neuen Mitschülerin vorgestellt und ein bisschen was vom Austauschprogramm, der Organisation AFS und ihren Zielen berichtet, als der Klassenlehrer hinterher auf mich zukam und mich fragte: "Warum machen Sie das eigentlich?" Auf meine verständnisloses Rückfrage "Wieso nicht" redete er was von Verantwortung, rechtlichen Problemen, zusätzlichen Kosten und einem Haufen Arbeit. Er war sichtlich erleichtert, als sich andere Eltern von ihm verabschieden wollten und er einen Grund fand, möglichst schnell das Gespräch zu beenden.
Ja, warum machen wir das eigentlich, ein Jahr lang ein Gastkind bei uns aufzunehmen?
Haben wir einen gewissen Hang zum Masochismus und mit den eigenen pubertierenden Kindern noch nicht genug Stress? Brauchen wir deshalb noch ein weiteres Familienmitglied?
Nehmen wir ein Gastkind bei uns auf, weil wir sonst nicht wissen, was wir den ganzen Tag machen sollen? Fehlanzeige: wir sind berufstätig und zusätzlich im Ehrenamt aktiv. [weiterlesen...]
Überraschendes Wiedersehen
Die Familie Vaihinger staunte Anfang Februar nicht schlecht als sie, ohne Vorwarnung, ihre ehemalige AFS-Gasttocher Idil schlafend auf dem Sofa vorgefunden haben.
Idil Ilhanli, aus Istanbul, verbrachte ihr AFS-Jahr bei Familie Vaihinger in Weinstadt. Als sie im Juli 2003 ihre Rückreise antrat meinte sie, dass sie sich wie eine richtige Tochter von Familie Vaihinger fühlen würde und dass das Haus auch ihr Zuhause sei. Deshalb würde sie denn Hausschlüssel nicht zurückgeben. Mit eben diesem Schlüssel konnte Idil nun ins Haus gelangen. [weiterlesen...]

