Betreuung



Während das Gastland für jeden Schüler eine Gastfamilie sucht, werden die Schüler vom örtlichen Komitee auf überregionalen Seminaren auf das jeweilige Gastland vorbereitet. Ehemalige helfen den Teilnehmern dabei, sich auf das bevorstehende AFS-Jahr einzustellen. AFS ist sich seiner Verantwortung gegenüber den Schülern und ihren Eltern sowie den Gastfamilien gleichermaßen bewusst. Schon lange vor der Abreise und noch Monate nach der Rückkehr in das Heimatland erhalten die Teilnehmer Betreuung und Hilfe durch ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter. Dies gehört zu den Qualitätsstandards, zu denen sich jede AFS-Organisation verpflichtet. Durch die große Zahl von ehrenamtlichen Mitarbeitern kann AFS sich intensiv und umfassend um seine Austauschschüler kümmern. Und zwar nicht nur im meist reibungslos verlaufenden Austauschalltag, sondern auch dann, wenn es Probleme gibt, die vielleicht lange Gespräche und Beratungen nötig machen. Die Ehrenamtlichen waren meist selbst Teilnehmer an AFS-Programmen, als Austauschschüler oder als Mitglied einer Gast- oder Entsendefamilie; sie können sich deshalb besonders gut in die Lage der Beteiligten versetzen. Ehrenamtliche AFSer werden regelmäßig durch ein breites Angebot an Fortbildungen geschult. Für Notfälle hat AFS weltweit einen Bereitschaftsdienst in den hauptamtlich besetzten Büros, der Tag und Nacht bei Problemen helfen kann.
Persönliche Betreuung vor Ort im Ausland
Jeder Austauschschüler hat im Ausland einen persönlichen Betreuer als Ansprechpartner, der u. U. auch für die Gastfamilie zuständig ist. In manchen Ländern gibt es eigene Ansprechpartner für die Gastfamilie.
AFSer wohnen in der Nähe oder zumindest in derselben Region. Sie stehen den Jugendlichen und Familien während des Jahres für alle Fragen und Probleme zur Seite und können bei Bedarf vermitteln.
Vor allem in Deutschland sind es hauptsächlich ehemalige Austauschschüler oder Gasteltern, die sich als ehrenamtliche AFSer für Schüleraustausch engagieren und in der Vorbereitung, Betreuung und Nachbereitung eigene Erfahrungen einbringen können.
Darüber hinaus stehen unsere hauptamtlichen Mitarbeiter in der Geschäftsstelle für alle Fragen und für besonders anspruchsvolle Betreuungsaufgaben bereit. Genauso gibt es auch in allen Partnerländern Büros, in denen unsere Kollegen neben administrativen Aufgaben die Betreuung koordinieren und sich schwieriger Fälle annehmen.
AFS-Notrufnummer
Für Notfälle gibt es selbstverständlich in allen Partnerländern eine AFS-Notrufnummer für Austauschschüler und Gastfamilien. Unter dieser Nummer sind täglich rund um die Uhr AFS-Mitarbeiter zu erreichen.
Vorbereitungsseminare
Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum erfolgreichen Austauschjahr. Auf unseren Vorbereitungsseminaren verbringen Teams von AFSern drei intensive Wochenenden mit unseren zukünftigen Austauschschülern. Die Ehemaligen treffen sich mit Gruppen von 20 bis 45 Teilnehmern pro Seminar in einem Tagungshaus. Dort wird in Kleingruppen darüber diskutiert, wie man interkulturelle Kommunikationsschwierigkeiten bewältigen und sich in einer fremden Kultur zurecht finden kann. Dabei wird auch die eigene Kultur unter die Lupe genommen. In Diskussionsrunden, Referaten und Rollenspielen geben die Ehemaligen ihre Erfahrungen weiter und besprechen länderspezifische Eigenarten. Die zukünftigen Austauschschüler können in einer Simulation ausprobieren, wie schwierig es ist, eine andere Kultur zu besuchen - und wie es funktionieren kann. Nach dem Seminar können es viele unserer Teilnehmer kaum noch erwarten, ins Austauschjahr aufzubrechen!
Treffen für Eltern
Ein Austauschjahr ist auch für Eltern eine turbulente Zeit mit Höhen und Tiefen. Deshalb bietet AFS zusätzlich zu umfangreichen schriftlichen Informationen mehrere regionale Treffen für Eltern an. Vor der Abreise der Jugendlichen beantworten ehrenamtliche Mitarbeiter bei diesen Treffen (fast) alle Fragen zu den Themen Visum, Gepäck, Reise, Versicherung, Betreuung und vielen weiteren Aspekten. In den meisten Regionen veranstaltet AFS nach etwa der Hälfte des Austauschjahres ein weiteres Elterntreffen. Bevor die Jugendlichen nach Deutschland zurückkehren, bereiten ehemalige Austauschschüler die Eltern auf die Wiedereingliederung ihrer Kinder vor. Neben diesen Informationstreffen gibt es in einigen Regionen informelle "Stammtische", bei denen Eltern sich regelmäßig über die Erlebnisse ihrer Kinder austauschen können. Dort begegnen sie oft auch Gastfamilien, die über AFS einen Jugendlichen aus dem Ausland aufgenommen haben, und lernen Austausch so auch von der anderen Seite kennen.
Seminare im Gastland
Auch im Gastland haben Austauschschüler und Gastfamilien die Möglichkeit, sich zu treffen und Erfahrungen zu besprechen. Die Seminare und Veranstaltungen sind in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich, in den USA auch von Region zu Region. Deshalb können wir hier nur einen allgemeinen Überblick geben. Viele Partnerorganisationen veranstalten gleich am Anfang des Austauschjahres ein- bis dreitägige Orientierungsseminare für Austauschschüler. Zusammen mit Jugendlichen aus anderen Ländern können die Schüler sich in die neue Kultur eingewöhnen und von der Reise erholen. Erst danach treffen sie ihre Gastfamilien. In anderen Ländern reisen die Schüler direkt zu ihrer Gastfamilie. Sie kommen dann wenige Wochen später zu einem Orientierungsseminar zusammen. Kurz vor der Rückreise veranstalten fast alle AFS-Partnerorganisationen so genannte Re-Entry-Seminare. Dort können Austauschschüler miteinander über die bevorstehende Abschiedszeit sprechen und AFS-Mitarbeiter geben Tipps zum Widereinleben im Heimatland.

